Ein Reh springt auf die Landstraße Richtung Dörpen, vor Ihnen bremst jemand abrupt ab, oder auf nasser Fahrbahn taucht plötzlich ein Stauende auf. In genau diesen Sekunden arbeitet ein System, an das im Alltag niemand denkt: das Antiblockiersystem, kurz ABS. Es ist der erste elektronische Sicherheitsassistent, den es im Auto gab – und bis heute einer der wirksamsten. Als Ihre Kfz-Werkstatt in Heede im Emsland sorgen wir dafür, dass es im Ernstfall auch wirklich da ist.
Was das ABS bei einer Vollbremsung macht
Ohne ABS passiert bei einer Notbremsung Folgendes: Die Räder blockieren, der Reifen rutscht über den Asphalt – und ein rutschendes Rad überträgt keine Seitenführungskraft mehr. Das Auto schiebt geradeaus, egal wohin Sie lenken.
Das ABS verhindert genau das. An jedem Rad sitzt ein Sensor, der die Drehzahl überwacht. Erkennt das Steuergerät, dass ein Rad kurz vor dem Blockieren steht, senkt es über das Hydraulikaggregat den Bremsdruck an diesem Rad ab und baut ihn sofort wieder auf – rund zehnmal pro Sekunde. Das spürbare Pulsieren im Bremspedal ist kein Defekt, sondern das System bei der Arbeit. Wichtigste Regel deshalb: Pedal treten und durchgedrückt halten. Nicht erschrecken, nicht loslassen.
Der eigentliche Gewinn: Sie bleiben lenkfähig
Weil die Räder weiterdrehen, bleibt Seitenführung erhalten. Sie können also mitten in der Vollbremsung noch ausweichen – am Hindernis vorbei, auf den Seitenstreifen, an der Kreuzung vorbei. Dazu kommt eine deutlich höhere Fahrstabilität: Das Fahrzeug bricht nicht so leicht aus und dreht sich nicht quer.
Ehrlich gesagt ist das der größere Sicherheitsgewinn als der Bremsweg selbst. Denn beim Bremsweg lohnt ein genauer Blick: Auf griffigem, nassem oder glattem Asphalt bremst ein Fahrzeug mit ABS in der Regel genauso kurz oder kürzer als eines mit blockierenden Rädern. Auf losem Untergrund wie Schotter, Sand oder Schnee kann der Bremsweg dagegen sogar etwas länger ausfallen, weil sich vor einem blockierten Rad ein bremsender Keil aufschiebt. Der Vorteil der Lenkbarkeit wiegt das in fast jeder realen Situation mehr als auf – gerade auf den Wirtschaftswegen und Landstraßen hier in der Region.
Wenn die ABS-Warnleuchte angeht: Antiblockiersystem prüfen lassen
Kurz nach dem Starten leuchtet die ABS-Kontrollleuchte einmal auf und erlischt wieder – das ist die normale Selbstprüfung. Bleibt sie an oder geht sie während der Fahrt an, hat sich das System abgeschaltet. Ihre Bremsanlage funktioniert dann weiterhin, aber ohne ABS-Regelung: Bei einer Vollbremsung können die Räder blockieren, und die Lenkbarkeit ist dahin.
Häufige Ursachen sind:
- verschmutzte oder defekte Raddrehzahlsensoren
- beschädigte Sensorkabel oder Steckverbindungen
- ein defekter Impulsring am Radlager
- zu niedriger Bremsflüssigkeitsstand
- eine schwache Batterie oder Spannungsprobleme
- ein Fehler im ABS-Steuergerät oder Hydraulikaggregat
Viele davon sind schnell und günstig behoben – vorausgesetzt, man liest den Fehlerspeicher aus, statt zu raten. Genau das machen wir mit markenspezifischer Diagnosetechnik für VW, Audi, Seat, Cupra, Škoda sowie VW- und MAN-Nutzfahrzeuge.
ABS-Check bei Autoservice Wennes in Heede
Übrigens: Ein Antiblockiersystem gehört seit rund zwanzig Jahren praktisch zur Serienausstattung jedes Neuwagens in Europa – bei neuen Motorrädern über 125 cm³ ist es seit 2016 sogar EU-weit vorgeschrieben. Ein Sicherheitssystem, das immer da ist, gerät genau deshalb leicht in Vergessenheit – bis es fehlt. Eine dauerhaft leuchtende ABS-Leuchte sollten Sie daher nicht auf die nächste Inspektion oder Hauptuntersuchung schieben.
Kommen Sie einfach vorbei: Wir lesen den Fehlerspeicher aus, prüfen Sensorik und Bremsanlage und sagen Ihnen klar, was zu tun ist. Kunden aus Heede, Dörpen, Rhede (Ems), Papenburg, Aschendorf und dem gesamten nördlichen Emsland sind bei uns regelmäßig zu Gast.
Autoservice Wennes · Kaltentange 6 · 26892 Heede Öffnungszeiten: Mo–Fr 8:15–12:00 und 13:00–17:15 Uhr